Das Vorhaben
Der Antrag
Die Deponie Grumbach sollte um insgesamt fast 11 Hektar erweitert werden. Die beantragte Erweiterungsfläche verlief entlang der S192 von der bestehenden Deponie in Richtung Tharandt. Die Erweiterung wurde von der Landesdirektion Dresden abgelehnt, gegen diesen Entscheid gab es eine Klage seitens der Antragstellerin. Diese Klage wurde inzwischen im Rahmen der Vereinbarungen zur Schließung der bestehenden Deponie zurückgezogen.

oben: Panoramablick aus Richtung Kalkofen auf das geplante Deponiegelände. Die Grenzen wurden bestmöglich eingezeichnet.Auf diesem Gelände sollte ein Giftmüllberg von über 30 Metern Höhe entstehen. Außerhalb des aktuellen Antrags wurde allerdings die weitere Ausweitung der Deponie erwogen: dann würde sie mindestens bis zu der Baumgruppe links im Bild reichen und möglicherweise auch die Gemeindegrenze nach Tharandt überschreiten.links: Ausschnitt aus dem Lageplan des Antrags, vgl Anlage 2 des Antrags
Insgesamt sollten auf die Doponie zwischen 2010 und 2028 etwa 1.722.000 m³ Giftmüll deponiert werden. Täglich sollten durchschnittlich 200 Kubikmeter bzw. ca. 320 Tonnen Giftmüll abgelagert werden.
Das Vorhaben sollte auf dem Standort des ehemaligen Ziegelwerkes Grumbach in der Gemarkung Grumbach mit einer Höhenlage der natürlichen Geländeoberfläche zwischen 288 und 304 m HN umgesetzt werden. Der Giftmüllberg hätte eine Höhe von 325,5 m HN erreicht.
Zur Einlagerung waren Stoffe der Schadstoffklassen 2 und 3 vorgesehen, detailliert ist das in Anlage 9 der Antragsunterlagen nachzulesen.
Aktueller Stand
Die Landesdirektion Dresden hat das Vorhaben im Planfeststellungsverfahren abgelehnt. Amand hatte gegen diesen Bescheid Klage eingereicht.
Inzwischen wurde durch Amand die Klage zurückgezogen. Das ist Teil einer Vereinbarung zwischen Landesdirektion und Amand über den Abschluss der bestehenden Deponie.
Die Schließungsplanung sieht eine "Deponieerweiterung light" vor: Um die sichere Hangneigungen des Müllberges zu erzielen, soll die Deponiefläche um ca. 5000 qm über die bislang genehmigte Fläche hinaus erweitert werden. Das bedeutet, dass noch einmal ca. 300.000 m³ Abfälle nach dem bisherigen Stoffkatalog auf die Deponie kommen, bevor der Deponiekörper nach den technischen Regeln abgedeckt wird. Diese 300.000 m³ bedeuten einen etwa dreijährigen Weiterbetrieb der Deponie.
Die Erweiterung im Rahmen des Abschlusses liegt komplett innerhalb es gegenwärtig eingezäunten Betriebsgeländes. Die Abschlussplanung betrifft nur den Deponiekörper (Abfallrecht), nicht aber die Lehmgrube (Bergrecht) und die potenziellen Erweiterungsflächen.
Und wie geht es weiter?
Amand hat angekündigt, sich aus Grumbach als Abfall-Standort nach Schließung der Depnie zurückzuziehen. Damit wären neben der geplanten Deponieerweiterung auch weitere Erweiterungen in Richtung Tharandt vom Tisch.
Um zu verhindern, dass ein anderes Unternehmen die Planungen wieder aufleben lässt, muss auf den potenziellen Erweiterungsflächen außerhalb des jetzigen Deponiegeländes die jetzige Nutzung festgeschrieben werden. Gespräche darüber sollen zwischen der Stadt Wilsdruff und Amand laufen.